Ando-san und Ando-san

Der „Escortservice“ war perfekt! Bis hin zum letzten Gate an der Passkontrolle werden wir begleitet. Wir haben in euch unglaubliche Reisebegleiter gefunden. Vielen herzlichen Dank für alles und wir sagen auf Wiedersehen.

Eure Zermatter-Crew

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Letzte Nacht in Japan

Es sollte die erste Nacht sein und es fühlt sich noch nicht nach Ende an ….

Mir kommt die Ehre zu, den Abschlussbericht zu verfassen und so sitze ich hier in meinem Bett im 19. Stock vom Hyatt Regency und Tokyo by night liegt mir zu Füssen.

Zuerst noch ein kurzer Rückblick was die letzten zwei Tage war.
Die Blogs der Kinder sind unglaublich gut, die Erzählungen noch besser und die Freude enorm gross. Sie dürfen sich auf die persönlichen Rückmeldungen freuen!

Am Donnerstag durften wir Erwachsenen alle drei Schulen, in Begleitung von drei MItarbeitern der Verwaltung, besuchen und uns selbst ein Bild machen. Es war schön die Kinder anzutreffen und in fröhliche Gesichter zu schauen. Keine Tränen oder Sorgen – einfach nur Zufriedenheit.
Ein gemeinsames Mittagessen im Klassenzimmer, mit anschliessendem Zähneputzen, war auch speziell…
So freuen wir uns, wieder gemeinsam im Hotel anzukommen wo das straffe Programm, genau nach japanischer Manier, weiter geht. Nachdem im Bus die Plätze zugeteilt wurden, so zieht es sich durch den ganzen Abend. Die halbe Gemeindeverwaltung und die Gastfamilien sind alle mit dabei. Es folgen Ansprachen und Darbietungen. Eines steht fest, der beste Redner ist und bleibt Francisco Cortez. Die Gäste sind begeistert.
Die offiziellen Abendessen sind berühmt-berüchtigt und so gehen Kinder und Erwachsene getrennt zu Tisch. Mit einem Kampei geht der Bierausschank und das Essen los. Es gilt nicht selbst einschenken und nie ein leeres Glas haben… Zwei Stunden später – egal ob aufgegessen oder nicht – endet die Zeremonie mit einem Bansai (Händeklatschen) und alle gehen Heim.

Am Freitagmorgen macht sich die Müdigkeit bemerkbar und so denken einige wohl ich sei eine Fatamorgana als ich im Zimmer stehe und versuche zu wecken…
Der Bus bringt uns in 5 Stunden nach Tokyo und weil alles so gut organisiert ist, erleben wir auch noch einen Umzug wie bei uns am 15. August! Danke Ando-san.
Tokyo ist pulsierend, berauschend, faszinierend und doch so leise und sauber. Wir sind alle begeistert und bedauern sehr, keine Zeit zum Erleben haben, zumal wir im Herzen der Stadt inmitten vom Nachtleben sind. Um 18.00 Uhr steht schon wieder das nächste Treffen an. Diesmal mit einer Delegation aus Grindelwald. Unser Aufritt ist perfekt und der Gesang wird immer herzhafter. Kurzes Buffet und Smalltalk und ab geht es ins Zimmer. Naja vielleicht niid wirklich, denn ein Ausflug ist verlockend und das Hotel hat auch seinen Reiz.

Um 5.00 Uhr haben wir Tagwacht, damit wir nach dem Frühstück um 6.15 Uhr den Bus in Richtung Flughafen nehmen können. Dann heisst es definitiv Abschied nehmen oder besser gesagt auf Wiedersehen zu sagen.
Es fällt uns schwer aber wir freuen uns auch auf das Heimkommen.

Eigentlich gehört es sich an dieser Stelle allen die uns betreut, unterstützt und begleitet haben, persönlich zu danken.
Ich möchte dies Zusammenfassend für alle und alles mit einem herzlichen DOMO ARIGATO machen.
Romy Biner-Hauser

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Reisebericht von Noëlle

Zuerst kamen wir beim Gemeindehaus in Myoko an. Schon da wurde man mit Standing Ovation begrüsst und man fühlte sich wie ein richtiger Star weil uns der ganze Morgen die Presse begleitete. Nach dem Rundgang im Gemeindehaus lernte ich meine Gastschwester kennen. Am Anfang waren wir ein bisschen scheu was ja auch logisch ist, aber nach dem Aquariumbesuch und dem 100 Yen Shop lachten wir schon zusammen auch wenn es schwer war sich zu verstehen. Danach gingen wir noch golfen und dann brachte man uns zur Schule wo dann die Gasteltern auf uns warteten. Man merkte dass wir alle nervös waren. Doch spätestens als ich die Gastmutter, der Gastvater und die andere Gastschwester kennenlernte wusste ich, dass das ein schöner Abend wird. Wir gingen zu ihnen nach Hause und in einer Hälfte von dem Haus war alles mit japanischem Style und auf der anderen Hälfte eher westernmässig. Die Grosseltern wohnten in dem japanischen Teil, meine Gastfamilie im anderen Teil. Man hat gemerkt, dass die Grosseltern noch die alten Traditionen von Japan machen. Diese beten zum Beispiel am Abend eine Stunde, essen am Morgen Fisch und und und.
Diese Grossmutter hat mir dann gesagt ich soll einen Kimono anziehen. Diesen hat sie mir dann ziemlich eng angezogen aber ich hatte dann anfangs nichts gesagt doch nach dem Essen wurde es mir dann doch zu eng. Das Essen war auch sehr toll. Es gab ziemlich viel japanisches aber sie hatten extra auch Pasta und Pizza gemacht. An die Stäbchen habe ich mich jetzt auch gewöhnt. Am Abend haben wir dann noch Geschenke ausgetauscht und eine japanische Komödie geschaut. Da ich aber nichts verstanden habe, habe ich einfach so getan, dass ich es lustig fand und gelacht. Wir sind nicht allzu spät schlafen gegangen aber als ich dann vor dem Schlafen aufs Klo musste und die Schiebetüre dafür öffnete und zugleich sich der WC-Deckel automatisch öffnete, wusste ich dass ich auch so ein WC Zuhause haben will. Nach vielen Knöpfen drücken fand ich dann auch den Spüllknopf. Der Rest mit der Familie war auch sehr toll und ich habe selten so eine tolle Gastfreundlichkeit gesehen. In der Schule wurden wir begrüsst wie die grössten Popstars. Es war so eine Ehre für diese Kinder nur schon unsere Hand zu halten oder wenn wir sie anlächelten waren sie überglücklich. Und auch wenn wir unsere Stühle verschieben mussten oder anderes erledigen mussten kamen wie so kleine Diener auf Kommando. Das war für uns alle, von Zermatt, die in dieser Schule waren, noch ein recht tolles Gefühl. Wir wurden bedient und verehrt wie die Hollywoodstars. Zuerst fühlten wir uns wie behinderte kranke Kinder die keine Stühle tragen können aber dann merkten wir dass das alles noch sehr toll war. Wir hielten eine Rede und sie stellten uns Sachen vor, spielten ein bisschen Musik und probierten uns zu unterhalten.Wir waren dann alle sehr froh wenn die Übersetzerin kam.
In der Schule hatten wir dann noch eine Teezeremonie. Der Tee sah nicht sehr appetitlich aus aber als wir den ersten Schluck tranken, schmeckte es gar nicht so schlecht. Doch nahm ich den zweiten Schluck verstand ich dass es gemixte Algen oder so waren und das war dann irgendwie doch nicht mehr so fein. Aber da uns alle so gespannt anschauten und hofften dass wir es mögen nickten wir alle, lachten und tranken es fertig. Das Mittagessen war auch sehr speziel und wir assen nicht gerade viel. Dannach spielten wir ein paar alte japanische Spiele, hielten noch eine Rede und bekamen sehr tolle Geschenke. Wir verabschiedeten uns von den ganzen Kindern und zum Schluss mussten wir noch ein Interview führen für den Fernseh in der Umgebung. Verabschiedet wurden wir wieder sehr gastfreundlich. Dass alles war sehr eine tolle Erfahrung für mich. Und ich würde es ganz sicher immer wieder machen.

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Reisebericht von Julia, Elena und Maria

Familie:
Nach einem langen Ausflug mit Aquariumsbesuch und Golf gingen wir mit gemischten Gefühlen in unsere Gastfamilien. Es war ein Erlebnis, welches man nicht so schnell vergessen wird. Die Wohnungen der Familien waren sehr unteschiedlich. Einige von uns geniessten ihre Übernachtung in einer Pension, andere aber typisch japanisch. Am Abend durften wir dann auch ein Japanisches Abendessen geniessen. Trotz der Sprachunterschiede konnte man sich recht gut unterhalten (und man fand heraus, dass andere Schüler wie David, Gabriele und weitere noch nicht vergessen sind).
Schon war es Zeit für ein Bad. Aber in Japan ist es nicht dasselbe wie in der Schweiz! Also schuffen wir einen Plan und bezwangen sogar ein japanisches Bad. Durch die lange Reise waren wir alle sehr müde und wir wussten, dass es am nächsten Morgen früh los ging. Also bereiteten wir uns fürs Bett vor. Hier gab es viele Unterschiede. Einige von uns konnten in warmen Betten übernachten, aber die meisten konnten ausprobieren, wie es sich anfühlt auf einer dünnen Matte auf dem Boden zu schlafen. Am nächsten Morgen bekamen wir noch ein ausgiebiges Frühstück mit Reis, Eierspeisen, Brot, Suppe…

Schule:
Die Schule war einfach genial! Mit tosendem Applaus wurden wir wie Stars auf dem roten Teppich empfangen. In einer Einerkolonne wurden wir auf die Bühne geführt. Jeder Schulverein präsentierte sich von seiner besten Seite. In Japan gibt es Vereine wie Basketball, Volleyball, Baseball, Skicross, Musik oder Judo…
Auch wir stellten uns und unsere Heimat vor. „Es Buurebüebli mani nid“ sangen wir. Die Japaner waren hellbegeistert. Einige Zeit später mussten wir auch versuchen den Japanern, welche in der 1. Orientierungsschule waren, das Lied beizubringen. Alle hatten einen riesen Spass!
Danach übergaben wir die Geschenke. Die Schulen Zermatt schenkte den 3 verschiedenen Schulen von Myoko eine Glocke, welche von den „Myokaner“ ein Origamimobile bekamen. Wir haben verschiedene Spiele gespielt. Zum Mittagessen gab es dann Reis, Fisch, Suppe… Am Nachmittag besuchten wir einen Judokurs und durften auch selbst mitmachen. Danach gingen wir noch in eine Zeichenklasse und dann mussten wir auch gehen. Auf dem 20-Sekundenweg zum Bus wurden wir noch einmal wie Stars gefeiert. Leider mussten wir dann gehen. Schade, aber es war Wunderschön!

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Reisebericht von Bruno und Renato

Wir wurden herzlich von der Gastfamilie in einem wunderschönen Haus empfangen mit schönem Vorgarten. Es ist ein sehr grosses Haus mit einem Lift im Innern, zwei riesen Fernsehern und wunderschöner Verzierung.
Am Anfang waren wir sehr nervös weil wir nicht wussten was sagen. Aber nachher ist es immer besser geworden weil, der Vater sehr nett war und mit uns Englisch sprach.
Der Gastschüler, Takuto, führte uns zu unseren Zimmern. Dort sahen wir, dass dort keine Betten waren. Dann gingen wir in ein sehr feines Restaurant essen.
Wir haben sogar Sushi probiert und uns hat es geschmeckt, obwohl wir das schon einmal probiert hatten und es nicht gerne hatten.
Zum Dessert haben wir Glace mit Blattgold gegessen (geschmacklos). Nach dem Essen gingen wir mit vollem Magen schoppen. Danach sind wir Heim gefahren und sind sofort im vom nichts aufgetauchten Bett eingeschlafen.
Am Morgen wachte uns der vom nichts aufgetauchte Wecker um 6:30 auf. Mit glühenden roten Augen haben wir ein gemütliches Frühstück gegessen und sind zur Schule gefahren.

Japanische Schulen

Heute war für alle ein ganz besonderer Tag. Doch die Eindrücke aus der Sicht einer Lehrerin sind immer ganz anders als die aus der Sicht der Schüler. Deshalb schreiben unsere Kinder den nächsten Beitrag. Bis dahin vertröste ich euch mit ein paar Fotos.

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Spa auf Japanisch

Gestern, nachdem wir die Kinder in die Hände der Gastfamilien gegeben hatten, hat mich Yazuyo mit ins Spa genommen. Es war eine tolle Erfahrung, aber ohne Yazuyo wäre ich hoffnungslos verloren gewesen. Romy hatte es da schon viel schwieriger:

Während unsere Jugend das Leben und Frühstück bei der Gastfamilie geniessen, entdecken wir den Spa vom Hotel. Valerie und Yazuyo machen das noch zu später Stunde nach dem Essen. Ich nehme mir das Erlebnis für den Morgen vor.
Kurz vor sechs klingelt der Wecker und so tausche ich Pyjama gegen Kyomono. Dieser gibt es, wie das Pyjama auch, in jedem Zimmer. Gar nicht einfach zum anziehen…. Einen Moment studieren und das Teil sitzt und so schlapfe ich durch den Hotelkorridor. Zum Glück ist der Spa auch auf Englisch angeschrieben, sonst würde ich wohl in der Küche landen.
Meinte um 6 Uhr morgens den Spa leer vorzufinden, nichts dergleichen und die japanischen Gäste wissen was schön ist. Aber eigentlich bin ich froh darüber, denn so kann ich abschauen was es zu tun gilt. Vor der Türe die Schuhe ausziehen, Kymono in den Korb legen, mit einem Badetuch abdecken und dann sitzend Duschen – in einen Spiegel schauend. Eine ganz neue Erfahrung!
Ein Schild weisst auf den Zustand der Wassers hin, worüber ich froh bin, denn sonst wäre ich vor dem Wasserbecken wieder umgekehrt. Das Warmwasser kommt unfiltriert und unbehandelt direkt vom Myoko Mountain, ist ca. 38 Grad heiss und riecht stark nach Schwefel. Ab gehts ins Becken, das mir gerade Mal bis zu den Knien reicht. Das Wasser ist heiss! Nach ein paar Minuten wechsel ins Aussenbecken. Die Morgensonne lacht und ein wunderschöner Ausblick liegt uns zu Füssen. Gemeinsam mit meinen japanischen Badegenossen geniesse ich die Ruhe.
Leider reicht die Zeit nicht mehr um die Saunas zu testen. Und so schlapfe ich, gestärkt von dem Thermalwasser und bereit für das Frühstkück zurück in mein ZImmer.
Leider kann ich von diesem Bereich keine Fotos zeigen, denn der Kymono hat keine Taschen und so bleibt die Kamera im Zimmer…